ZPP – Änderung Anbieterqualifikation 2020 für Präventionskurse

Ab dem 01.10.2020 sind nicht mehr ausschließlich die beruflichen Abschlüsse entscheidend, sondern es werden fachliche Mindeststandards geprüft. Diese müssen in detaillierten Unterlagen zu den Ausbildungsinhalten nachgewiesen werden. Ohne Unterlagen ist demnach keine Prüfung möglich. Beglaubigte Kopien von Unterlagen und Curricula können ggf. als Grundlage herangezogen werden. .

Bei staatlich anerkannten Berufs- oder Studienabschlüssen muss die Erfüllung der Mindeststandards im Umfang von mindestens 60 Prozent aus diesen staatlich anerkannten Berufsausbildungen und/oder wissenschaftlichen Studiengängen jeweils mit Abschluss nachgewiesen werden.

Fehlende Inhalte können bis zu 40 Prozent durch weitere Qualifizierungsmaßnahmen an Institutionen der Aus-, Fort- und Weiterbildung oder von Berufs- und Fachverbänden ergänzt werden.

Im Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten und im Handlungsfeld Stressmanagement, Förderung von Entspannung (Fernöstliche Verfahren Hatha-Yoga, Tai Chi, Qigong) können alternativ die Mindeststandards auch durch eine nichtformale berufliche Qualifizierung mit Abschluss erfüllt werden. Die Mindeststandards sind hier vollständig durch eine nichtformale berufliche Qualifizierung mit Abschluss zu erbringen. Bei den fernöstlichen Verfahren ist zusätzlich der Nachweis von 200 Stunden Kursleitererfahrung erforderlich. Eine Kombination mehrerer nichtformaler beruflicher Qualifizierungen mit Abschluss ist nicht möglich.

Regelung zum Bestandsschutz ZPP

"Alle am 30. September 2020 zur Anbieterqualifikation im jeweiligen Handlungsfeld bzw. Präventionsprinzip anerkannten Anbieterinnen und Anbieter (Kursleitende) erhalten für die Zukunft Bestandsschutz von der von der Kooperationsgemeinschaft der Krankenkassen beauftragten Zentralen Prüfstelle Prävention bzw. der Krankenkasse, die sie anerkannt hatte.“
(vgl. S. 53 Leitfaden Prävention Handlungsfelder und Kriterien nach § 20 Abs. 2 SGB V zur Umsetzung der §§ 20, 20a und 20b SGB V vom 21. Juni 2000 in der Fassung vom 1. Oktober 2018

Der Bestandsschutz und damit die dauerhafte Anerkennung einer Qualifikation bezieht sich stets auf ein Präventionsprinzip und eine bestimmte Kursleiterin/ einen bestimmten Kursleiter. Es kann Bestandsschutz für die Anbieterqualifikation für verschiedene Präventionsprinzipien erteilt werden, sofern zertifizierte Kurse in verschiedenen Präventionsprinzipien vorhanden sind.

In diesem Sinne ist es ratsam, gewünschte Zertifizierungen noch vor September 2020 vorzunehmen!
Zur besseren Übersicht haben wir die zu den jeweiligen Handlungsfeldern und Präventionsprinzipien gehörenden HFA-Kurskonzepte für Sie hier zusammengestellt.

 

Auszug aus "Häufige Fragen zu den fachlichen Mindestandards ...." auf den Seiten des GKV Spitzenverbandes: den FAQ  

"Ich habe keine Unterlagen mehr von meinem Studium/meiner Ausbildung. Kann ich dennoch nach dem 01.10.2020 eine Prüfung nach Mindeststandards beantragen - und wenn ja, wie?

Nein, Grundlage für eine Qualifikationsprüfung nach Mindeststandards sind detaillierte Unterlagen zu den Ausbildungsinhalten. Ohne Unterlagen ist demnach keine Prüfung möglich. Beglaubigte Kopien von Unterlagen und Curricula können ggf. als Grundlage herangezogen werden."

 

Wichtig für die Zusatzqualifikation und die Einweisung ins Kurskonzept!!!

"Die Zusatzqualifikation und die Einweisung in das durchzuführende Programm sind in Präsenzunterricht zu absolvieren. Eine Fern-, Selbst- oder Onlineschulung wird im Rahmen der Zusatzqualifikation sowie der Einweisung in das Programm nicht anerkannt."

Kriterien zur Zertifizierung S. 8