Verschiebung des Stichtages zur Erreichung des Bestandsschutzes

Anpassung vom 22.5.20:

Aufgrund der momentan erschwerten Situation der Kontaktbeschränkungen hat der GKV-Spitzenverband gemeinsam mit den gesetzlichen Krankenkassen den Zeitraum, in dem Anbieter sich nach dem derzeit gültigen Antragsverfahren zertifizieren lassen und Bestandsschutz erhalten können, bis einschließlich 31.12.2020 verlängert.

Für Kursleitende bedeutet diese Regelung, dass sie im Zeitraum vom 01.10.2020 bis zum 31.12.2020 die Wahl haben, ihre Qualifikationen entweder nach dem derzeit gültigen Verfahren (Prüfung nach Abschlüssen gemäß Leitfaden Prävention 2018, 
d. h. Grund- und ggf. Zusatzqualifikation) oder nach dem neuen Verfahren geltend laut Leitfaden Prävention ab dem 1. Oktober 2020 (Prüfung nach fachlichen Mindeststandards) prüfen zu lassen.


 

ZPP – Änderung Anbieterqualifikation 2020 für Präventionskurse

Ab dem 01.01.2021 sind nicht mehr ausschließlich die beruflichen Abschlüsse entscheidend, sondern es werden fachliche Mindeststandards geprüft. Diese müssen in detaillierten Unterlagen zu den Ausbildungsinhalten nachgewiesen werden. Ohne Unterlagen ist demnach keine Prüfung möglich. Beglaubigte Kopien von Unterlagen und Curricula können ggf. als Grundlage herangezogen werden. .

Bei staatlich anerkannten Berufs- oder Studienabschlüssen muss die Erfüllung der Mindeststandards im Umfang von mindestens 60 Prozent aus diesen staatlich anerkannten Berufsausbildungen und/oder wissenschaftlichen Studiengängen jeweils mit Abschluss nachgewiesen werden.

Fehlende Inhalte können bis zu 40 Prozent durch weitere Qualifizierungsmaßnahmen an Institutionen der Aus-, Fort- und Weiterbildung oder von Berufs- und Fachverbänden ergänzt werden.

Im Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten und im Handlungsfeld Stressmanagement, Förderung von Entspannung (Fernöstliche Verfahren Hatha-Yoga, Tai Chi, Qigong) können alternativ die Mindeststandards auch durch eine nichtformale berufliche Qualifizierung mit Abschluss erfüllt werden. Die Mindeststandards sind hier vollständig durch eine nichtformale berufliche Qualifizierung mit Abschluss zu erbringen. Bei den fernöstlichen Verfahren ist zusätzlich der Nachweis von 200 Stunden Kursleitererfahrung erforderlich. Eine Kombination mehrerer nichtformaler beruflicher Qualifizierungen mit Abschluss ist nicht möglich.

Regelung zum Bestandsschutz ZPP

"Alle am 30. September 2020 / 31.12.20 (laut Anpassung vom 22.5.20) zur Anbieterqualifikation im jeweiligen Handlungsfeld bzw. Präventionsprinzip anerkannten Anbieterinnen und Anbieter (Kursleitende) erhalten für die Zukunft Bestandsschutz von der von der Kooperationsgemeinschaft der Krankenkassen beauftragten Zentralen Prüfstelle Prävention bzw. der Krankenkasse, die sie anerkannt hatte.“
(vgl. S. 53 Leitfaden Prävention Handlungsfelder und Kriterien nach § 20 Abs. 2 SGB V zur Umsetzung der §§ 20, 20a und 20b SGB V vom 21. Juni 2000 in der Fassung vom 1. Oktober 2018

Der Bestandsschutz und damit die dauerhafte Anerkennung einer Qualifikation bezieht sich stets auf ein Präventionsprinzip und eine bestimmte Kursleiterin/ einen bestimmten Kursleiter. Es kann Bestandsschutz für die Anbieterqualifikation für verschiedene Präventionsprinzipien erteilt werden, sofern zertifizierte Kurse in verschiedenen Präventionsprinzipien vorhanden sind.

In diesem Sinne ist es ratsam, gewünschte Zertifizierungen noch vor Dezember 2020 vorzunehmen!
Zur besseren Übersicht haben wir die zu den jeweiligen Handlungsfeldern und Präventionsprinzipien gehörenden HFA-Kurskonzepte für Sie hier zusammengestellt.

 

Auszug aus "Häufige Fragen zu den fachlichen Mindestandards ...." auf den Seiten des GKV Spitzenverbandes: den FAQ  

"Ich habe keine Unterlagen mehr von meinem Studium/meiner Ausbildung. Kann ich dennoch nach dem 01.10.2020 eine Prüfung nach Mindeststandards beantragen - und wenn ja, wie?

Nein, Grundlage für eine Qualifikationsprüfung nach Mindeststandards sind detaillierte Unterlagen zu den Ausbildungsinhalten. Ohne Unterlagen ist demnach keine Prüfung möglich. Beglaubigte Kopien von Unterlagen und Curricula können ggf. als Grundlage herangezogen werden."

"Mein Berufs-/?Studi­en­ab­schluss entspricht nicht den bis zum 30.09.2020bzw. 31.12.2020 geltenden Krite­rien für die Anbie­ter­qua­li­fi­ka­tion. Ist es möglich, dass meine Quali­fi­ka­tion anhand der Mindest­stan­dards ab 01.10.2020 aner­kannt werden kann?"

Ja, ab dem 01.10.2020 kann auch von Inhabern bislang nicht anerkannter Abschlüsse eine Prüfung nach den Mindeststandards beantragt werden.

Wichtig für die Zusatzqualifikation und die Einweisung ins Kurskonzept!!!

"Die Zusatzqualifikation und die Einweisung in das durchzuführende Programm sind in Präsenzunterricht zu absolvieren. Eine Fern-, Selbst- oder Onlineschulung wird im Rahmen der Zusatzqualifikation sowie der Einweisung in das Programm nicht anerkannt."

Kriterien zur Zertifizierung S. 8